Als Flugbegleiterin ist man viel unterwegs. Man verbringt mehr Zeit im Flieger oder im Hotel als zu Hause. Diese ständige Ruhelosigkeit habe ich meistens geliebt. Allerdings kommt man ab und zu mal an den Punkt an dem der Wunsch nach Beständigkeit ganz stark wird. Ich denke das ist der Grund, warum ich auf Reisen in jeder Stadt gewisse Rituale hatte. Beispielsweise bin ich in New York City immer über die Brooklyn Bridge joggen gegangen, in Singapur habe ich mir im Kaffeehaus gegenüber vom Hotel immer einen großen Cappuccino geholt oder in Seoul war der 7-eleven um die Ecke immer mein morgendlicher Anlaufpunkt, um einen Smoothie zu holen. Bei meinen Flügen in die USA hatte ich ein Frühstücksritual. Bevor ich in den Tag gestartet bin gab es meistens einen Scone mit einem Cappuccino. Wenn ich heute Scones sehe denke ich daher immer an die Zeit als Flugbegleiterin und meine Flüge in die USA zurück. Auch wenn Scones eigentlich ein englisches Teegebäck sind, aber bei mir im Kopf sind Scones und die USA unwiderruflich verbunden.
