Mittwoch, 17. April 2013

Pastéis de Nata und Impressionen aus Portugals „heimlicher Hauptstadt“ {Pastéis de Nata and some impressions from Portugal’s “unofficial capital”}


 



Wie ihr ja wisst, drehte sich letzte Woche bei bmd – foodelicious alles um Spanien. Neben echten Klassikern wie Paella oder Tapas gab es auch die weniger bekannte Tarta de Santiago zu bewundern. Letztere ist mir auf dem Jakobsweg in dem einen oder anderen Café des Öfteren begegnet. Meine Reise führte mich aber nicht nur durch galizische Dörfer, sondern ging über Spaniens Grenzen hinaus bis nach Portugal. Die erste Station war Lissabon. Die Stadt liegt an den steilen Hängen über dem Tejo. Mit ihren alten gelben Straßenbahnen, die durch die baumgesäumten, bergigen Gassen rattern, wirkt die Stadt für mich wie das San Francisco Europas. Allerdings hat Lissabon kulturell und architektonisch einiges mehr zu bieten als sein amerikanischer Zwilling. Die Schönheit der Stadt mit ihren römischen und maurischen Ruinen, Kathedralen, weiten Plätzen und sonnigen Cafés ist allgegenwärtig. Nicht umsonst gilt Lissabon als die „heimliche Hauptstadt“ Portugals. In manchen Ecken kann man sogar noch die Erfahrung verlangsamter oder stillstehender Zeit machen. Das spürt man besonders in dem kleinen Café in Belém, wo es die wohl bekannteste Nachspeise Portugals gibt, die Pastéis de Nata (oder auch Pastéis de Belém). Der Sage nach sind die kleinen Törtchen gleich um die Ecke vom Café in einem Kloster entstanden, wo die Nonnen im Mittelalter „Klostersüßigkeiten“ verkauften. Die Creme besteht fast ausschließlich aus Eigelb. Es heißt, die Nonnen hätten ihre Kleindung früher mit Eiweiß gestärkt und, um die Eigelbe nicht zu verschwenden, das Rezept für die Pastéis erfunden. Ganz gleich wie es wirklich war, wir denken am besten nicht darüber nach, sondern genießen nur diese wunderbar süße Sünde. Nachbacken empfehlenswert!
Eure Amaribe

As you all know, last week Spain has been in the focus of attention at bmd – foodelicious. Besides the classic dishes Paella or Tapas, the lesser-known Tarta de Santiago was introduced. This almond tart was offered to us in nearly every café on our pilgrimage to Santiago de Compostela. But on my journey I have not only been to Galician villages, I also went to Portugal. The first stop was Lisbon. The city is located on the steep slopes above the Tejo and with its old trams that rattle through the hilly, tree-lined streets, the city seems to be the San Francisco of Europe. However, culturally and architecturally Lisbon has much more to over than its American twin. The beauty of the city with its Roman and Moorish ruin, cathedrals, wide squares and sunny cafés is omnipresent. Not without reason is Lisbon considered to be the “unofficial capital” of Portugal. In some parts time stands still in Lisbon. This can be felt especially in a small café in Bélem where the most famous dessert from Portugal is served. Pastéis de Nata (or Pastéis de Belém) are little tarts that are made on egg yolk basis. According to the legend, the tartlets came from the convent that is located just around the corner from the café. In the middle ages the nuns used egg whites to starch their clothes and in order not to waist the egg yolk they invented the recipe for the Pastéis. Regardless of what is the truth, best is not to think about it but just enjoy those wonderful little sins. Baking recommended! Your Amaribe

Zutaten für ca. 12 Pastéis
Zubereitungszeit: 45 Minuten
1 Ei
3 Eigelb
2 El. Mehl
250 ml Milch
Abgeriebene Schale einer Zitrone
150 g Zucker
Blätterteig aus dem Kühlregal (etwas weniger als 300 g)
Etwas Zimt und Zucker

So wird’s gemacht
Für die Eiercreme, 1 ganzes Ei und 3 Eigelb mit 1 EL. Mehl gut verquirlen, es dürfen keine Klümpchen mehr zu sehen sein. 250ml Milch in einem Topf langsam erwärmen und die Eier vorsichtig und unter ständigem rühren zur Milch gießen. Die Milch darf anfangs noch nicht zu heiß sein, sonst stocken die Eier. Unter ständigem Rühren leise köcheln lassen, bis alles eindickt. Zur Seite stellen und etwas Zitronenschale in die Creme reiben.

Um den Sirup herzustellen, 150g Zucker in 50ml Wasser zum Kochen bringen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Sirup ca. 5 Minuten erkalten lassen und dann die Eiercreme mit dem Sirup gut verrühren.

Für die Törtchen, eine Muffinform gut einfetten. Aus dem Blätterteig 12 runde (ca. 10cm Durchmesser) Teigplatten ausschneiden. Am besten ein großes Glas als Schablone benutzen. Die gefetteten Muffinförmchen mit dem Blätterteig auslegen und dann randvoll mit Creme füllen.

Bei 220°C Umluft ca. 35 Minuten backen, bis die Törtchen etwas dunkel geworden sind. In Portugal werden sie nach dem auskühlen noch mit Zimt und Puderzucker bestäubt.
Inspiriert von "Portugisische Desserts"
 
Ingridients for 12 Pastéis
Preparation time:
45 minutes
1 egg
3 egg yolk
2 tablespoons of flour

250ml milk
150g Sugar
Grated peel of 1 lemon
Frozen puff pastry (300g)
Some cinnamon and sugar


How to

Preheat the oven to 200 degrees C (375 degrees F). Cut round pieces of dough out of the pastry by using a big glass as stencil (around 10cm in diameter). Lightly grease 12 muffin cups and line the bottom and sides with puff pastry.

Combine 3 egg yolks and 1 whole egg with the flour and stir all together in a bowl until there are no lumps. Heat up milk in a saucepan and slowly add the egg paste. Make sure that all is not getting too hot otherwise the eggs get fluffy. Heat up, stirring constantly, until mixture thickens.

For the syrup heat up 50ml of water and 150g sugar in a pot and cook the mixture until the sugar is fully dissolved. Let the syrup cool down for 5 minutes and mix it with the egg crème. Fill the pastry-lined muffin cups with mixture and bake in preheated oven for 35 minutes, or until the crust is golden brown and filling is lightly browned on top.

Kommentare:

klitzeklein hat gesagt…

verdammt sehen die guuut aus & deine bildchen erst.
verknallt!
alles liebe,
dani

harissaliebe hat gesagt…

Portugal ist ein sehr schönes Land. In Lissabon war ich leider noch nicht...tolle Bilder und ein tolles Rezept.
Viele Grüße
Tanja

Amaribe hat gesagt…

Vielen Dank ihr Lieben, für die netten Worte. Ich freue mich riesig wenn es euch gefällt.
Liebe Tanja, Lissabon ist wirklich unglaublich schön und immer eine Reise wert.
Alles Liebe

dramaqueenatwork hat gesagt…

Schön, dass Du mich gefunden, und so lieb kommentiert hast - denn so hab ich Deinen tollen blog nun auch entdeckt. Klasse! Und tolle Bilder!
Ganz liebe grüße barbara

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